Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Für sonstige Unterhaltungen, welche nicht direkt mit Lazarus zu tun haben

Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Beitragvon Bora4d » 29. Sep 2010, 23:01 Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Ich habe vorgestern Ubuntu 10.10 installiert und Lazarus/fpc und andere Programme die auf NTFS-Festplatte (Windows-festplatte) liegen starten nicht.
Ubuntu meldet immer "Permission denied".
Um Festplattenplatz zu sparen und auch weil es komfortabel ist habe ich Linux-Bins und Units von Fpc+Lazarus gleich in den Lazarus-Ordner gepackt wo Sie unter Windows installiert sind. Alle Pfade und Einstellungen unter Ubuntu habe ich richtig eingestellt.
Mit meinem anderen Linux (Slitaz) kann ich die Linux-Programme von Windows-Festplatte starten auch unter Lubuntu geht das aber unter Ubuntu nicht.
Weiß jemand wie man Ubuntu dazu bringen kann, dass es Linux-Programme die auf Window-Festplatten liegen startet?

Edit:
Als root meldet er auch: bash: Permission denied
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Beitragvon Targion » 29. Sep 2010, 23:13 Re: Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Linux-Anwendungen können nur ausgeführt werden, wenn sie auch das entsprechende Recht dazu haben.
So muss jedes Script und jede binärdatei das X-Recht haben, um ausgeführt zu werden. Das ist ein sehr effektiver Sicherheitsmechanismus, also ist es prinzipiell fast unmöglich, diesen zu umgehen. Die Unix Dateirechte werden vom Dateisystem verwaltet. NTFS kann das nicht, jedoch alle Linux-Systeme. (die komplette extX-Reihe, ReiserFS, Btrfs, usw..)
In sofern kann es also sein, dass du die Programme unter NTFS nicht wie unter Linux mittels "chmod +x" mit dem entsprechenden Recht versorgen kannst.
Einzige Möglichkeit die ich - neben dem auf die Linux-Platte kopieren - sehe ist, mal im Terminal auszuprobieren, ob die Eingabe "bash /pfad/zum/programm.bin" vielleicht ausgeführt wird. (unwahrscheinlich, bin mir aber auch nicht zu 100% sicher - 'nen versuch ist das wert)
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Beitragvon Bora4d » 29. Sep 2010, 23:20 Re: Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Man kann Linuxprogramme die auf Ntfs oder Fat32 liegen ausführen. Unter Lubuntu und Slitaz geht das.
Unter Slitaz-Live-USB habe ich Lazarus und meine Programme auch auf USB-Stick dort kann ich es auch starten.
Villeicht hat Ubuntu sicherheits funktionen extra dafür.
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Beitragvon Scotty » 29. Sep 2010, 23:47 Re: Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Bora4d hat geschrieben:...habe ich Linux-Bins und Units von Fpc+Lazarus gleich in den Lazarus-Ordner gepackt wo Sie unter Windows installiert sind

Das klingt ziemlich schräg.
Ansonsten: Hast du vielleicht die Schreibberechtigung für NTFS nicht aktiviert? Mehr gibt die Glaskugel gerade nicht her 8)
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Beitragvon creed steiger » 29. Sep 2010, 23:52 Re: Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Kommt halt drauf an wie die Platte gemountet wurde
http://linux.die.net/man/8/mount.ntfs-3g
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Beitragvon Bora4d » 30. Sep 2010, 00:19 Re: Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Schreibberechtigung ist aktiviert. Kann da dort datein speichern.
@creed steiner:
Die Mount-Geschichte von Link habe ich nichts kapiert. Dateimanager macht immer automatisch mount.

Bei meinem Computer habe ich extra Partition(NTFS) wo alle meine Dateien hinkommen. Das verwende ich bei allen Betriebssytemen speichere nie etwas unter Linux oder Windows in Home-Ordner. Weil wen man mal Betriebssystem wechselt oder zerschrottet oder mit anderem Betriebssystem unterwegs ist leichter Zugriff auf seiene Dateien hat. Programmiersachen (Programme+Quelltexte) sind auch drauf.
Bisher konnte ich unter allen Linux-Distros auch Programme von dort ausführen, auch unter Ubuntu bis auf den letzten Ubuntu (10.10 Beta).
Ich muß mal gucken wie ich das bei Ubuntu hinkriege.
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Beitragvon Bora4d » 30. Sep 2010, 00:28 Re: Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Verwendet ihr sowas nicht?
Gerade bei Linux-LiveCD/USB's ist das nützlich. z.B. für meine Slitaz Live-USB habe ich den Lazarusordner (inkl. fpc) auf den USB-Stick gepackt. Nach dem Start von X rufe ich ein Script der kopiert alle Einstellungs-Dateien oder Links in entsprechen Linux-Ordner dann kann man Lazarus wie unter Windows benutzen. Das ganze dauert nicht mal 1 sekunde.
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Beitragvon Teekeks » 30. Sep 2010, 07:08 Re: Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Das ist doch schon deswegen unpraktisch weil mein Lazarus unter Linux andere Einstellungen brauch als unter Windows...

Und die Platz bedenken kann man doch eigentlich vergessen. Was machen schon 100MB oder so mehr aus bei heutigen Platten?
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Beitragvon Bora4d » 30. Sep 2010, 13:52 Re: Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Teekeks hat geschrieben:Das ist doch schon deswegen unpraktisch weil mein Lazarus unter Linux andere Einstellungen brauch als unter Windows...

Und die Platz bedenken kann man doch eigentlich vergessen. Was machen schon 100MB oder so mehr aus bei heutigen Platten?


Die Einstellungsdateien liegen in verschiedenen Ordnern deshalb gibt's da keine Probleme. Wenn man unter beiden Platformen programmiert ist das extrem Praktisch weil alle Quelltexte und Komponenten in gleichen Ordnern liegen. Wenn man unter Linux neue Komponente installiert oder Quelltext verändert, muß man unter Windows nur Kompilieren und nichts herum kopieren. Und die Units (.ppu, o. Dateien) werden ja automatisch in verschiedenen Ordnern erzeugt.
Ich mache immer Änderungen bei Lazarus IDE-Quelltexte und LCL's. Früher mußte ich das zweimal machen jetzt reichts einmal.
Das ist empfehlenswert aber man darf nur letzten Ubuntu nicht verwenden :(
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Beitragvon Targion » 30. Sep 2010, 21:21 Re: Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Wie schon gesagt wurde, das kann auch an den Mound-Optionen liegen. Wenn du Maverick nutzt, schau' mal nach, ob es einen Bugreport dazu gibt.
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Beitragvon Bora4d » 6. Okt 2010, 19:32 Re: Wieso startet Ubuntu Linuxprogramme die auf NTFS.....?

Ich habe die Lösung bei Ubuntuusers.de gefunden. Da diese Thema bei Google als erste erscheint schreibe ich mal die Lösung damit der nächste nicht Lange suchen muß.
Bei http://wiki.ubuntuusers.de/Windows-Partitionen_einbinden steht:
"...
Programme ausführen - Permission denied

Wenn man auf NTFS-Partitionen trotz ausreichender Rechte den Fehler "bash: ./Programm.sh: Permission denied" erhält, fehlt die "exec" Option beim mount-Befehl bzw. im fstab-Eintrag. (/etc/fstab)

UUID=<UUID> /media/<Name> ntfs rw,auto,users,exec,nls=utf8,umask=007,gid=46 0 0

..."
UUIDs von Festplatten bekommt man mit:
sudo blkid

Nach dem man fstab bearbeitet hat muß man das ausführen um Änderungen wirksam zu machen:
sudo mount -a

Achtung:
Der Mountpunkt (/media/<Name>) müßt ihr selber erstellen. Für Name kann man irgendwas eingeben sinnvoll ist natürlich Titel der Festplatte. Und man muß den Mountpunkt-Ordner in /media erstellen sonst bekommt man Fehlermeldung. z,B. meine Festplatte heißt datendisk:
1. Im Ordner /media habe ich Unterordner datendisk erstellt dann zum /etc/fstab folgendes hinzugefügt:
UUID=10B6A7D32B21A88C /media/datendisk ntfs rw,auto,users,exec,nls=utf8,umask=007,gid=46 0 0

Jetzt kann ich Programme von NTFS-Festplatte ausführen. Jetzt wird unter Ubuntu programmiert was das Zeug hält :P
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