Programmiersprachen/Umgebungen

Für sonstige Unterhaltungen, welche nicht direkt mit Lazarus zu tun haben
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Christian
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von Christian »

Also wenn sie das durchziehn und native Anwendungen in einer VM laufen lassen und HTML und JavaScript als "Dir sprachen der zukunft" propagandieren und sich nach 4 Jahren völlig von .net abwenden ist MS nicht merh zu retten. Also ich beobachte das ganze teilweise echt auch sehr selbstkritisch weil ich auch ab und an unsicher werde ob ich die richtigen Technologien gewählt hab. Bisher zum glück zu unrecht und alles entwickelt sich so wie vorhergesagt, Android wird Nativer weil Google mitbekommt das sie mit Scriptsprachen und zudem noch auf günstiger Telefonhardware nicht wirklich punkten können wenn es um Animationen und spiele geht, Windows Phone 7 setzt sich scheinbar auch wie gepredigt nicht durch. Apple stagniert im Mobilmarkt weil sie iOS verdongelt haben. Aber das Microsoft jetzt wirklich die Kompatibilität die die Geschäftswelt an sie bindet aufgeben will kann ich noch nicht so recht glauben. Aber alle Ankündigungen bisher deuten darauf hin.
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carli
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von carli »

Christian hat geschrieben:Also ich beobachte das ganze teilweise echt auch sehr selbstkritisch weil ich auch ab und an unsicher werde ob ich die richtigen Technologien gewählt hab.


Mit Lazarus bist du definitiv auf der sicheren Seite: http://code.google.com/p/extpascal/

(btw: ich arbeite auch gerade an einer Browser-Only Distribution)

mschnell
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von mschnell »

In der englischen developers mailing list habe ich gelesen, dass ExtPascal stark überholungsbedürftig ist und man es nicht z.B. als Ausgangspunkt für den (mehr oder weniger konkret) geplante Android-"Widget-Type" nehmen möchte.

-Michael

carli
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von carli »

Im Prinzip ist eine HTML-basierte GUI extrem einfach via CGI-Module zu bauen. Eben wie mit PHP, bloß dass Pascal die darunterliegende Sprache ist. Frameworks wie Ext oder jQuery helfen einem auch noch dabei.

mschnell
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von mschnell »

carli hat geschrieben:Im Prinzip ist eine HTML-basierte GUI extrem einfach via CGI-Module zu bauen.


Wenn Du es "extrem einfach" findest, ohne grafischen GUI-Designer eine Oberfläche zu gestalten, hast Du natürlich recht.
Das ist aber Steinzeit-Technik :roll: .

ExtPascal setzt immerhin einige der Objekte, die mit dem normalen Lazarus GUI-Designer platzierbar sind, ziemlich ordentlich im Browser um. Aber bei weitem nicht alle und es hat diverse Bugs.

-Michael

carli
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von carli »

Außerdem bemängele ich an ExtPascal, dass es nicht kompatibel zu alten Laz-Formularen ist :( (ok, wird wohl auch etwas schwierig sein).

btw: Embarcadero hat diverse WYSIWIG-HTML-Editoren, aber WYSIWIG und Web versteht sich nicht so gut. Mit ein paar Klicks bekommt man keine Formular hin, was ein gut durchdachtes CSS ersetzt.

Christian
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von Christian »

Also ExtPascal ist wirklich sowohl Lizenztechnisch als auch Inhaltlich nix wert aus meiner sicht. Hast du dich jemals damit beschäftigt ?
Android kann man mittlerweise nativ programmieren siehe Lazarus Wiki auch wenn noch kein Widgetset existiert.
Sollt ich den dringenden Bedarf haben Android Apps zu schreiben werd ich das aber nachholen im Code will ich keine GUIś mehr hochziehen.
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carli
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von carli »


mschnell
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von mschnell »

Yep. Web-GUIs sind definitiv sinnvoll. Vermutlich ist es auch die nächstliegendste Möglichkeit native-Code Apps für Android zu schreiben. Über einen Java-Staub die reguläre Android GUI zu verwenden und dafür einen LAZ-Form kompatiblen GUI Designer/Konverter zubauen ist vermutlich sehr kompliziert.

@Christian: Eine Android Widget Type wäre toll, ich glaube aber nicht, dass man das so 'mal eben machen kann. Bevor man aber daran denken kann, müsste es erst 'mal möglich sein eine "aktive" Lazarus-Applikation (mit Event-Queue z.B. für TTimer) ohne die Notwendigkeit einer GUI-Anbindung zu erzeugen. Und das geh immer noch nicht :(. Und die Infrastruktur der Lazarus Widget-Typen ist historisch gewachsen und deshalb nicht sauber strukturiert und mit einigen aus Windows resultierenden Haken und Ösen.

-Michael

Christian
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von Christian »

Hast du mal auf die Android Wiki Seiten geschaut ? Also das worüber das ganze implementiert ist kann man (und muss man) aus meiner Sicht als Message Que bezeichnen. Mittlerweile ists aber (wie schon im letzten Beitrag erwähnt) auch möglich Android Applikationen KOMPLETT NATIV zu entwickeln was es definitiv möglich macht ein Lazarus Widgetset zu schreiben.
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Christian
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von Christian »

Web GUIś sind meiner Meinung nach ein Hype. Die dafür benötigten Resourcen sind um das 10-fache höher als für eine native GUI Applikation. Genauso mit den Scriptsprachen.
Was denkst du was passieren würde wenn plötzlich sagen wir Yahoo auferstehen würde und deren Rechenzentren plötzlich um das 10-fache weniger Strom verbrauchen würden als Google, Facebook und MS. Da reden wir nicht mehr von Desktop Leistung und ner lahmen Java Applikation da gehts um richtig Geld und Co2.
Ich glaube nicht das das Thema mit den Scriptsprachen, Cloud Computing und Web basierten Applikationen schon ausgestanden ist.
Zeig mir mal die Leute die auf ihren Smartphones ne Webapplikation nutzen, das ist denk ich das beste Beispiel.
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von carli »

Christian hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass das Thema mit den Scriptsprachen, Cloud Computing und Web basierten Applikationen schon ausgestanden ist.
Zeig mir mal die Leute die auf ihren Smartphones ne Webapplikation nutzen, das ist denk ich das beste Beispiel.

Nö jetzt geht's erst richtig los ;)
Wird halt ein Hype sein, ein neuer IT-Riese wird geboren werden und irgendwann wird's durch einen neuen Hype abgelöst. In der Zwischenzeit wird man die Web-Technologien so weit optimieren, dass kaum noch ein Unterschied in der Performance besteht und niemand mehr zurück will, weil man sich die Rechenzeit einfach leisten kann.

Man bedenke, dass die Endnutzergeräte keinen Strom sparen müssen, sondern die Rechenzentren. Und eine HTML-Seite rüberschicken ist eben stromsparender als ein X-forwarding-Programm zu betreiben.

mschnell
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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von mschnell »

Christian hat geschrieben: ... kann man (und muss man) aus meiner Sicht als Message Que bezeichnen. Mittlerweile ists aber (wie schon im letzten Beitrag erwähnt)
"Message-Queue" ist die Windows-mäßge Bezeichnung. Die korrekte Betriebssystem-unabhängige Object-Pascal-mäßige Bezeichnung ist "Event-Queue", weil hierdurch das "Event-driven" Programmieren möglich wird (der User-Code wird grundsätzlich als Event-Handler ("On...") erstellt, wie das in Delphi normal ist. Dafür bietet Lazarus auch die entsprechende Infrastruktur, aber eben nur in "Widget-Types", die direkt mit einer GUI arbeiten (nicht "remote" wie Web-GUI oder Android Java-GUI), bei allen anderen ist das nicht implementiert (wie ich in der Englischen Mailing Liste seit Jahren diskutiere). Die Linux-GUI Widget Types implementieren dafür auch eine oder (ziemlich chaotisch) mehrere Event-Queues in Pascal Code und zwar irgendwo im zu dem speziellen Widget-Type gehöreenden Code. Wenn die Event-Queue sauber und zentral implementiert wäre (wie bei MSE-GUI) wäre das eine gute Grundlage. So ist es aber schwierig einen neuen Widget-Type mit Event-Queue in sauberer und effektiver weise zu implementieren.

Christian hat geschrieben: auch möglich Android Applikationen KOMPLETT NATIV zu entwickeln was es definitiv möglich macht ein Lazarus Widgetset zu schreiben.
Klar geht das. Aber bis es möglich ist, eine Android-basierte GUI mit dem Lazarus-GUI-designer zu gestalten ist noch jede Menge zu tun.

-Michael
Zuletzt geändert von mschnell am Do 16. Jun 2011, 10:08, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von m.fuchs »

carli hat geschrieben:Man bedenke, dass die Endnutzergeräte keinen Strom sparen müssen, sondern die Rechenzentren. Und eine HTML-Seite rüberschicken ist eben stromsparender als ein X-forwarding-Programm zu betreiben.

Und Traffic-sparender ist es nur die reinen Nutzdaten per XML oder JSON zu versenden, die dann von einer nativen GUI-Anwendung dargestellt werden. Warum soll ich bei jedem Request[1] die GUI-Elemente per HTML mitsenden?

Es gibt Anwendungen wo Webapplikationen einfach sinnvoll sind, aber auch viele wo es eben nicht so ist. Ob da Hypes wie Cloud u.Ä. was ändern? Wer weiß...

Micha

[1] - Ok, das relativiert sich beim Einsatz von AJAX auch wieder, da ist es nicht mehr jeder Request.
Software, Bibliotheken, Vorträge und mehr: https://www.ypa-software.de

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Re: Programmiersprachen/Umgebungen

Beitrag von mschnell »

carli hat geschrieben:man die Web-Technologien so weit optimieren, dass kaum noch ein Unterschied in der Performance besteht und niemand mehr zurück will, weil man sich die Rechenzeit einfach leisten kann.

Jemand hat eine PC-Emulation in Java-Script geschrieben. Die kannst Du im Browser starten und dann wird auf dem virtuellen PC Linux hochgefahren. Mit Firefox (dem Brower mit dem schnellsten Java-Script Framework) geht das wirklich erstaunlich flott.

Re: Web-GUI:
Googles wil mit "Crome-OS" sogar den Browser als die einzige GUI des Rechners propagieren ! Es kommen gerade die ersten Laptops auf den Markt, die standardmäßig mit Chrome-OS geleifert werden: http://www.amazon.com/gp/browse.html?node=2858603011

-Michael

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