Aprilscherze 2011

Für sonstige Unterhaltungen, welche nicht direkt mit Lazarus zu tun haben

Re: Aprilscherze 2011

Beitragvon Keifor » 7. Apr 2011, 18:53 Re: Aprilscherze 2011

@felix96 zu bezweifeln. Was hilft dir ein Board mit vielen Leuten wenn vielleicht 10% davon überhaupt was mit dem Wort "Kryptoanalyse" anfangen können? ;)

@pluto und MAC: falls ihr euch dafür interessiert.. ich hatte vor ein paar Jahren mal eine Vorlesung zur Kryptographie (und angriffsmethoden.. gehört einfach dazu).. zum spielen hatten wir da z.B. cryptool (http://de.wikipedia.org/wiki/CrypTool).. für den kleinen kryptoangriff zwischendurch ;)
Das Tool kennt die Klassiker, und hat ein paar Angriffs und Analysefunktionen und ein Informatives Hilfe System.

Nebenbei denke ich mal das die Texte vom FBI ernst gemeint sind. Es gibt da auch ein paar weitere "Crypto Rätsel".
Ähnliches gibt es zu Hauf im Netz, wie z.B. verschiedene Preisausschreibungen für das auffinden von Sicherheitslücken und/oder Knacken von bestimmten Codes. Ist eine Art globaler Sport geworden wie Primzahlen suchen, bestimmte (komplexe) Probleme Lösen etc.

Und was ist da besser dafür als das Internet? Wäre jedenfalls nicht die erste Verschlüsslung die zufällig (oder eher nicht) von nem 13 Jährigen Schüler irgendwo im nirgendwo (und wahrscheinlich aus langeweile) geknackt wird.
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Beitragvon pluto » 7. Apr 2011, 20:44 Re: Aprilscherze 2011

Ich finde, egal ob das ernst gemeint war oder nicht: Der Fall ist trotzdem Interessant.

Ich habe mir auch schon überlegt, mich mal näher damit zu beschäftigen. Was natürlich leicht ist: Im Bild kann man ganz gut erkenne, welches Zeichen das Trennzeichen ist. Ich denke, das ist kein einfaches Leerzeichen oder ein Platz zwischen den Wörter. Ein bestimmtes Zeichen kommt immer wieder häufiger vor.

Ich denke, man müsste Muster suchen und die dann vergleichen z.b. mit den Häufigsten Wörtern in Englisch. Ich denke man müsste ja was annehmen. Z.B. das das in Englisch geschrieben wurde und dann codiert wurde. Aber ich denke auch, dass das schon versucht wurde in den 12 Jahren. Aber vielleicht ist das so einfach, dass man nicht drauf kommt.

Das beste Versteckt ist, dass Offensichtliche. Ich wette, wenn ich mein Geld auf den Tisch liegen lasse, dürfte es kaum gefunden werden. Die Diebe suchen einfach wo anders. Nagut, vielleicht ist das Beispiel zu einfach. Es darf nicht sofort Auffallen. Vielleicht ist das beim Text genau so.

Aber egal was wir versuche: Das FBI hatte ja lange genug zeit und ganz andere Möglichkeiten als wir.
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Beitragvon Maik81ftl » 7. Apr 2011, 21:06 Re: Aprilscherze 2011

Hmmm mal ganz anders gedacht! wie schaut's denne iegendlich auch, wenn man mehrer Verschlüsslungsmethoten zusammen nutzt? würde mal sagen, das das auch eine art der verschlüsselung ist, wenn nicht sogar eine der besten.

was mich natürlicherweise gleich mal auch eine Idee für mein nächtes Projekt bringt. :D
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Beitragvon m.fuchs » 7. Apr 2011, 21:10 Re: Aprilscherze 2011

Maik81ftl hat geschrieben:Hmmm mal ganz anders gedacht! wie schaut's denne iegendlich auch, wenn man mehrer Verschlüsslungsmethoten zusammen nutzt?

Oder einfach mehrfach mit der gleichen Methode. So viermal Rot-13. :mrgreen:

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Beitragvon Maik81ftl » 7. Apr 2011, 21:20 Re: Aprilscherze 2011

m.fuchs hat geschrieben:
Maik81ftl hat geschrieben:Hmmm mal ganz anders gedacht! wie schaut's denne iegendlich auch, wenn man mehrer Verschlüsslungsmethoten zusammen nutzt?

Oder einfach mehrfach mit der gleichen Methode. So viermal Rot-13. :mrgreen:

SCNR


ehrlich gesagt fast zu einfach... :D

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Beitragvon MAC » 7. Apr 2011, 22:00 Re: Aprilscherze 2011

xD
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Beitragvon Maik81ftl » 7. Apr 2011, 22:07 Re: Aprilscherze 2011

MAC hat geschrieben:xD
4 x Rot 13.
Aus A wird N daraus wird A - wieder N und wieder A. Das ist so kompiziert , ich wette da verzweifeln alle :)


Weit gefehlt Mac! ich sag nur soviel! Cäsar läst grüßen. Aber wo, müst ihr schon alleine finden:D
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Beitragvon MAC » 8. Apr 2011, 06:19 Re: Aprilscherze 2011

auf den link von der Wikipeida rot-13 seite wird natürlich aucch zum caersar-verfahren weitergeleitet...
http://de.wikipedia.org/wiki/Caesar-Ver ... %BCsselung
Dann wird eben aus A ein D daraus G daraus J und dann M.
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Beitragvon Keifor » 8. Apr 2011, 08:59 Re: Aprilscherze 2011

Maik81ftl hat geschrieben:Hmmm mal ganz anders gedacht! wie schaut's denne iegendlich auch, wenn man mehrer Verschlüsslungsmethoten zusammen nutzt? würde mal sagen, das das auch eine art der verschlüsselung ist, wenn nicht sogar eine der besten.

was mich natürlicherweise gleich mal auch eine Idee für mein nächtes Projekt bringt. :D


Wie MAC schon sagte, bei bestimmten Algorithmen ist das sinnlos. Beispielsweise bei den Klassikern wie Verschiebung und Rotation.
Angenommen man hat einen deutschen Text T und verschlüsselt je 10 Zeichen mit: Verschieben 2, Rotieren 3, Verschieben 5, Rotieren 6.

Das Resultat ist das selbe wie Verschieben 7 und Rotieren 8. Weiterhin ändert sich nicht die 1 Zeichen Entropie des Textes (der Informationsgehalt ist der selbe), daher kann man einfach davon ausgehen, dass T einer bestimmten Sprache angehört UND das es sich um eine Entropie-Invariante Verschlüsselung handelt. Der Rest ist quasi durchprobieren. In diesem Fall brauch man nur den Rotationschlüssel knacken, die Verschiebung wird dann offensichtlich.

Das hört sich jetzt stark vereinfacht an, aber es ist ein gängiges Problem für Verschlüsslungen. Angenommen man hat 2 Verschlüsslungen Ver1 und Ver2, im schlechtesten Falle ist Ver1(Ver2(Text)) gleich einer Verschlüsslung Ver3(Text) die sehr viel einfacher oder "schwächer" ist als die einzelnen Verschlüsslungen.

Zum Text
Eine (bspw. für den FBI Text mögliche) starke Verschlüsselung wäre das einfache Onetime Pad.
Angenommen der Text wurde genutzt zur Kommunikation von Komplizen, die sich darauf geeinigt haben die Letzten 100 Lottozahlen als Zufallszahl zu nutzen. Also jeder Block von 6 Zeichen wird durch 6 Lottozahlen Verschlüsselt. Der erste Block mit der letzten Lottozahl, der zweite mit der Vorletzten etc. Wir haben 36 mögliche Zahlen, was ausreicht für 10 Zahlen + 26 Buchstaben. Die Sonderzeichen und Ausprägungen (Klammern, Striche und Textposition) könnten eine zusätzliche Funktion übernehmen.
Und schon haben wir eine Verschlüsslung die NICHT auf einem bestimmten Algorithmus aufbaut (klaar.. sonst würde jeder im Lotto gewinnen der den Algorithmus kennt ;) )
Der Schlüssel (die Lottozahlen) wird wöchentliche/regelmäßig Aktualisiert ohne Gefahr zu laufen, das jemand mitbekommt wie der Schlüsselaustausch stattfindet.

Dieses "Lottozahlen" Verfahren kann man noch zusätzlich anreichern, bspw. indem man Wörter aus einem bestimmten Buch nutzt und statt dem Text selbst, die Positionen von Wörtern in dem Buch verschlüsselt usw.

Schon hat man ein Verschlüsselungsverfahren, welches quasi nur durch Zufall oder Dummheit einer der Kommunikationspartner geknackt werden kann. Einfach, mit Mitteln die für jeden ersichtlich sind. Wenn der FBI Text auf solch einem "Verfahren" basiert, dann ist es nicht allzu unglaubwürdig das in 11 Jahren niemand eine Lösung dafür gefunden hat.
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Beitragvon pluto » 8. Apr 2011, 12:33 Re: Aprilscherze 2011

Wenn der FBI Text auf solch einem "Verfahren" basiert, dann ist es nicht allzu unglaubwürdig das in 11 Jahren niemand eine Lösung dafür gefunden hat.

Deine Erklärung kling Plausibel. Ich finde das aber schon Komisch. Nach dem alle Üblichen Verfahren ausprobiert wurden, welche bleiben dann noch übrig?

Richtig, die unwahrscheinlichsten. Aber davon ist es wahrscheinlich das ist einer ist...

Ich denke ohne genauere Angaben über die Person, die den Text erstellt hat und ohne weitere Texte dürfte es nahezu unmöglich sein.
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Beitragvon MAC » 8. Apr 2011, 14:11 Re: Aprilscherze 2011

Keifor, das ist genau das Prinzip - solang du einen n langen schlüssel hast kannst du damit eine n lange nachricht 100% sicher verschlüsseln (ausnahme brute force), probleme gibt es nur wenn die nachricht länger als der schlüssel ist.
Das problem bei der Variante liegt allerdings in der Praxis, denn der Schlüssel muss ja irgendwie übergeben werden...
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