Wieso habt ihr Euch für Pascal bzw Lazarus entschieden

Für sonstige Unterhaltungen, welche nicht direkt mit Lazarus zu tun haben

Re: Wiso habt ihr Euch für Pascal bzw Lazarus entschieden

Beitragvon Patito » 12. Jan 2015, 08:51 Re: Wiso habt ihr Euch für Pascal bzw Lazarus entschieden

Mathias hat geschrieben:
Damit meine ich den klammer wahnsinn wie in C++ oder C#

Die machen nichts anderes als in Pascal begin und end.
Die stören mich eigentlich nicht.


Auf einer deutschen Tastatur sind die {}[] Klammern so ziemlich an der schlechtest möglichen Stelle.
Begin und End zu tippen verursacht da weniger Muskelarbeit und ist treffsicherer.

Eine deutsche Tastatur ist für C-artige Sprachen einfach ziemlich schlecht geeignet
und eine US-Tastatur ist für Deutschland auch recht unpraktisch.

Das Schweizer Layout hätte was für sich...
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Beitragvon Mathias » 12. Jan 2015, 18:45 Re: Wiso habt ihr Euch für Pascal bzw Lazarus entschieden

Auf einer deutschen Tastatur sind die {}[] Klammern so ziemlich an der schlechtest möglichen Stelle.

Ich habe nachgeguckt, beu euch sind die Tasten 7-0 mit den Sonder-Klammern belegt.
Auf der CH-Tastatur ist ea auch nicht besser, da sind sie bei ü¨ä$.
Als es noch keine Windows-Tasten gab, waren die Alt-Gr Kombination einfacher zu finden. Da konnte man gut links Ctrl-Alt drücken und rechts die Klammer.

Was ich viel schlimmer fand, ich hatte kürzlich ein Thosiba-Laptop in der Hand, da waren die Klammern nicht mal abgebildet. :evil:
Mit Lazarus sehe ich gün
Mit Java und C/C++ sehe ich rot
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Beitragvon lt.col.blair » 13. Jan 2015, 09:52 Re: Wiso habt ihr Euch für Pascal bzw Lazarus entschieden

Hallo,
nachdem ich 1981 mit COMAL angefangen hatte (Basic-Dialekt mit ein paar Pascal-Anlehnungen) wurde ich in den 90ern zum Borland-Fan: Turbo Pascal, Turbo C/C++, Paradox für DOS und Paradox für Windows (mein Einstieg in ereignisorientierte Programmierung), schließlich Delphi (ab 2.0).
Mit Delphi 7 kam der Borland'sche Höhepunkt. Danach ging's nur noch abwärts bis Embarcadero mit ihrer Release-Strategie mich vergrault haben.
Ich arbeite zwar auch noch immer mit Delphi (7 und XE3), aber bin zur Zeit dabei, meine Komponenten auf Lazarus zu portieren, damit ich hier mit neuen Projekten weitermachen kann.
Ich bin TOTAL BEGEISTERT von dem, was die Lazarus-Gemeinde auf die Beine stellt.
Mir fallen nur noch zwei Punkte ein, wo ich Delphi für besser halte:
a) der Debugger (hauptsächlich der Inspektor für Variablen/Objekt-Eigenschaften).
b) (nur bis Delphi 7) die sehr schnelle und extrem Hilfreiche Hilfe-Funktion. Wie gesagt - nur bis D7. Danach ging die Qualität rapide in den tiefsten Keller.
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Beitragvon Warf » 16. Jan 2015, 17:38 Re: Wieso habt ihr Euch für Pascal bzw Lazarus entschieden

Naja zunächst mal warum ich Pascal vor anderen Sprachen z.B. C oder auch Java bevorzuge. Pascal unterscheidet nicht bei Groß und Kleinschreibung, was schonmal eine immense Fehlerquelle wegnimmt. Außerdem finde ich die Namenkonvention mit PTyp Für Pointer, IName für Interfaces, xyName für Elemente einer Enumeration und TName für die Restlichen typen um Welten besser. Außerdem benötigt man in Pascal keine Klammern nach einem Funktionsaufruf. Noch dazu hat Pascal eine schöne Struktur, auf die ich nicht mehr verzichten könnte. Dann bietet (Obj-)Pascal die Möglichkeit OOP zu programmieren, aber es ist keine Pflicht (wie z.B. in Java oder C#). Pascal bietet außerdem noch Mengen. Aber am wichtigsten finde ich, das in Pascal ein Wort auch Word heißt und nicht UInt, und ein Single auch Single und nicht Float, etc.

Das war jetzt eine Grobe Zusammenfassung, da kommt eigentlich noch ne ganze menge mehr zusammen. Dann jetzt warum FreePascal und nicht Delphi.
Delphi ist Toll, vor allem die IDE ist Großartig, und der Compiler und Debugger ist auch ziemlich gut. Die VCL ist auch ein Mächtiges Framework, und es gibt kaum was an Delphi sprachteschnich auszusetzen. Aber Delphi läuft nur unter Windows richtig (FMX zählt nicht, das ist keine richtige Lösung). Außerdem entwickelt sich Delphi, genau wie FreePascal, ständig Weiter, nicht nur die VCL sondern auch die Sprache, so kam ja erst relativ spät Generische Programmierung oder die For-in Schleife. Aber bei Delphi muss man für jede neue Version mindestens 300€ (Für Upgrade) zahlen um Up To Date zu sein.
Neben diesen Gründen die aufgrund von Mängeln an Delphi liegen gibt es noch weitere gründe. Zum einen ist FreePascal meiner Meinung nach Syntaktisch schöner als Delphi (alleine das Operatoren überladen). Noch dazu ist die RTL geil.

Lazarus ist zwar eine gute und vor allem schnelle IDE (Die meisten aktuellen wie z.B. Microsofts VS sind langsam wie sau), aber das Multi Window Prinzip ist nicht grade das Wahre (grade unter OSX) und mit z.B. dem Rad Studio kann es nicht Mithalten. Die LCL hingegen ist genial, und möchte ich nicht mehr missen. Da ziemlich viele Methoden der WinAPI geportet wurden und man damit selbst für Mac OS oder Linux sich kaum mit der Hauseigenen API befassen muss.

Leider habe LCL Forms ein Schwachstellen unter Mac OSX, so ist Carbon Outdatet, Cocoa noch in der Alpha und für GTK2 benötigt man X11. Keins davon ist eine gute Lösung. Da heißt es entweder selbst mit der Cocoa API Arbeiten oder warten bis Cocoa soweit ist. Oder mit den doch recht Buggy Carbon Forms arbeiten
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Beitragvon lt.col.blair » 20. Jan 2015, 10:51 Re: Wieso habt ihr Euch für Pascal bzw Lazarus entschieden

Warf hat geschrieben:... aber das Multi Window Prinzip ist nicht grade das Wahre (grade unter OSX) und mit z.B. dem Rad Studio kann es nicht Mithalten.


Gerade diese (vermutlich ursprünglich and D7 angelehnte) Multi Window Oberfläche begeistert mich. Ich arbeite mit 2 Monitoren, davon einer - der für den Quelltext - senkrecht gedreht.
Delphi fing ab D8 an mit der "Oberfläche des maximalen Dockings". Seitdem ist das Arbeiten mit Delphi (bzw. RAD Studio) auf 2 Monitoren nahezu unsinnig geworden. Es gibt dort zwar noch die Möglichkeit, die "alte" Oberfläche zu verwenden, die ist aber bis heute buggy (Tool Windows tauchen plötzlich auf dem falschen Monitor auf, der Editor aktualisiert einzelne Zeilen nicht etc.).
Vor allem aber sehe ich bei Lazarus den Quelltext und das Formular gleichzeitig. So kann ich beim coden "mal eben schnell" ein Control anklicken, um dessen Eigenschaften zu sehen.
Es fällt mir auch leichter, mir bestimmte Programmfunktionen vorzustellen, wenn ich das Formular vor mir sehe (meine spezielle Macke).
Wie auch immer, Lazarus hat für meinen Geschmack die (fast) perfekte Oberfläche.
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