[erledigt] Welches Linux soll ich nehmen?

Für Installationen unter Linux-Systemen
Warf
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Re: Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von Warf »

theo hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 18:02 Ja, das hatte ich ja oben eingebracht.
viewtopic.php?p=154516#p154516
Aus meiner Sicht ist das für mich momentan ideal.
Der neueste Kram muss sich erst einmal in Tumbleweed bewähren, bevor es dann auf Slowroll kommt. Trotzdem recht aktuell.
Ich will es auf jeden Fall irgendwann testen, aber weil ich immer Finde das VMs nicht so wirklich ein Bild geben wie es in der täglichen Nutzung mit richtiger Hardware Beschleunigung und co ist, will ich es wenn auf echter Hardware laufen lassen.

Ich mach aktuell einen alten Rechner von mir als kleinen Home-Server fit, vielleicht probiere ich es da mal aus :)
theo hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 18:02 Leider schmeisst Leap 16 (Leap hatte ich bisher meistens) YaST und alte Hardware raus.
Für mich keine Option.
Ich versteh auch den "Hass" gegen YAST nicht, es ist mMn das beste feature an OpenSuse. Als z.B. von Leap 42 auf 15 geupgraded ist (wilde Numerierung), wurde ja firewalld anstatt dem alten SUSEFirewall2 eingeführt. Yast hat die Konfigurationen einfach übernommen und hat ein super einfaches Interface bereitgestellt sodass ich mich nicht in die neuen config Files einlesen musste. Das war für die Migration mit meinem Server wirklich essentiell damit ich ihne reibungslos weiter betreiben konnte
wp_xyz hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 18:54 Generell macht es zur Zeit keinen großen Spaß, mit Linux zu arbeiten. Zu frustrierend wegen der vielen Kombinationsmöglichkeiten (x11/wayland, KDE/GNOME/XFCE, Distribution)...
Solang man kein Fundamentalist ist, und sich erlaubt auch mal in Windows zu booten wenn etwas in Linux einfach nicht will, geht das schon. Es wurde auch vieles extrem viel besser. Ein paar Sachen um das leben zu erleichtern:

Distrobox erlaubt es über Container (Docker oder Podman) nahtlos in die eigene User Session einzubinden. Diese Container teilen das home Verzeichnis, haben Zugang zu den Grafiktreibern und man kann sogar Systemd zwischen dem Host und dem Container teilen. Wenn man also eine Anwendung hat die nur auf Ubuntu läuft (z.B. der Slicer für meinen 3D Drucker), dann kann ich einfach eine Ubuntu Distrobox starten, und darin die Software nutzen, mit voller Grafikunterstützung meiner Nvidia Grafikkarte für Grafische Anwendungen, und vollem Zugriff auf mein Dateisystem.
Zum Entwickeln nehm ich einfach ne Arch Distrobox in der ich mir fpc, qt6 und qt6pas installiere und Lazarus läuft absolut Reibungslos darin.
Ich kann sogar die in den Distroboxen installierten Anwendungen zu meinem Startmenü hinzufügen, sodass es ganz Reibungslos in mein System integriert ist.
Damit ist meine Distro nur noch für das Basissystem relevant, für alles andere such ich mir die Distros auf denen es am einfachsten geht.

Winboat macht sowas ähnliches für Windows. Es startet eine KVM VM über einen Container (ja das ist etwas gruselig, aber es geht), und nutzt dann FreeRDP im Window Mode um einzelne Fenster aus Windows in dem Linux zu öffnen. Wenn man kein PCI Passthrough mit der Grafikkarte machen will/kann hat man zwar keine Grafikbeschleunigung, aber sowohl Visual Studio, Word, Excel und sogar Photoshop funktionieren extrem gut darüber.
Perfekt für Software die kein Linux Support hat.

Am Ende des Tages ist Linux was man draus macht und was man erwartet.

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af0815
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Re: Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von af0815 »

Ich bin als Windows Poweruser (wegen beruflicher Zwecksabhängigkeit) wegen dem ganzen Win11 Schwachsinn auf Linux umgestiegen. Linux/Raspbian war mir schon seit Jahren auch beruflich bekannt. Softwareentwicklung mit Lazarus auf Ein für Linux und Raspbian.

Deswegen bin ich auf Linux Mint umgestiegen. Die Argumente von Warf kann ich großteils nachvollziehen :D Genau deswegen Linux Mint.

Vor allen ist die berufliche Software weggefallen, die nur unter Win10 läuft. Vielleicht jetzt auch unter Win11 zertifiziert ist. Und ich will absolut kein Cloud Konto. Das lokale Konto geht auf den einen Laptop von mir noch, MS ist aber mehr als Aufdringlich das zu ändern.

Ich habe mittlerweile absolut keinen Wunsch von Linux weg zu gehen. Mein Favorit für Umsteiger ist Linux Mint.
Blöd kann man ruhig sein, nur zu Helfen muss man sich wissen (oder nachsehen in LazInfos/LazSnippets).

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theo
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Re: Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von theo »

af0815 hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 19:37 Mein Favorit für Umsteiger ist Linux Mint.
Was ist an Mint für Umsteiger besser als an OpenSuse?
Ich frage für einen Freund... :mrgreen:

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af0815
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Re: Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von af0815 »

Sag dem Freund, es ist nichts anders als bei OpenSuse. Nur wenn man mit Windows und Debian (deb basierenden Distros) gearbeitet hat, fühlt es sich vertrauter an. Apt und Aptitude hat man dann im Blut. Yum klingt auch gut, aber nicht so vertraut.
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Warf
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Re: Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von Warf »

theo hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 20:17 Was ist an Mint für Umsteiger besser als an OpenSuse?
Ich frage für einen Freund... :mrgreen:
Ich bin kein Fan von Mint, weil ich kein Fan von Debian Basierten Systemen bin. Das Gesagt, die Cinnamon Desktopumgebung ist vermutlich für Windows Nutzer die mit Abstand beste um den Umstieg möglichst einfach zu machen. KDE in der Standardeinstellung ist zwar auch sehr nah an Windows, aber es ist sehr leicht sich das Ding Kaputt zu konfigurieren (z.B. sein Taskbar zu löschen). Ich hab sogar ne ganze Zeitlang Cinnamon auf OpenSuse verwendet weil ich den Desktop echt gut finde. Leider ist der auf non-Mint Distros nicht soo stabil und irgendwann bin ich dann zurück zu KDE.

Und eine Sache die Mint von Ubuntu geerbt hat, und das finde ich ist eigentlich ein sehr Fragwürdiges Feature, aber wenn du eine .exe runterlädst und doppelklick drauf machst wird die einfach in Wine ausgeführt, was vorinstalliert ist.
Fragwürdige Sicherheitsimplikationen (Wine ist sehr gut darin das Malware auch auf Linux läuft), aber für jemanden der von Windows kommt natürlich ein sehr willkommenes Feature.

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Re: Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von Warf »

af0815 hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 20:56 Apt und Aptitude hat man dann im Blut.
Lustigerweise dazu, Linux Package Manager können sehr unterschiedlich funktionieren (z.B. Pacman ist doch schon etwas anders als apt), aber Apt auf Debian und Zypper auf OpenSuse sind so ähnlich das irgendwer mal einen Wrapper gemacht hat der Apt commands auf Zypper übersetzt und der hat irgendwie fast die komplette Test-Suite von Debian erfüllt^^

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af0815
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Re: Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von af0815 »

Bin von RHL mit rpm, über einen kurzen Ausflug mit Suse, dann zu Debian basierenden Linux mit deb gekommen. Und dort jetzt geblieben.

Zu deb und rpm, da gibt es auch noch Alien. Damit hat man deb in rpm und umgekehrt geschafft. Öfters hatte es auch noch funktioniert. :D

Der Vorteil von Microsoft ist, man hat keine Wahl :mrgreen: Bei Linux wird alles konfuser und mit den vielen Distributionen reine Geschmackssache.
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Re: Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von kralle »

Moin,

da haben aber viele heute Langweile gehabt - bei den ganzen langen Texten :lol: :lol: :lol:
Ich danke Euch für diese ausführlichen Infos.

Die Aussage: "... Manjaro. Eigentlich z.Zt. die Distribution meiner Wahl, weil ich hier für gtk2, gtk3, qt5 und qt6 kompilieren kann ..."
wird wohl dazu führen, das ich Manjaro installieren werde.

Manjaro hatte ich zwar schon einmal auf meinem Hauptrechner. Da gab es aber leider Probleme mit Kodi.

Da ich auf dem neuen Rechner eigentlich kein TV schauen will, werde ich mich wohl für Manjaro entscheiden.

Danke, für die Entscheidungshilfe.

Gruß
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Re: Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von wp_xyz »

kralle hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 21:14 Die Aussage: "... Manjaro. Eigentlich z.Zt. die Distribution meiner Wahl, weil ich hier für gtk2, gtk3, qt5 und qt6 kompilieren kann ..."
wird wohl dazu führen, das ich Manjaro installieren werde.
Da hast du mich falsch zitiert. Manjaro hat gtk2 rausgeschmissen, ich würde OpenSUSE empfehlen, mit dem ich für alle genannten Widgetsets kompilieren kann. Aber wiegesagt, pass auf bei der Installation: Nimm nur ein Passwort ohne Sonderzeichen (bin aber nicht sicher, ob der Passwortmanager das zulässt), oder merke dir, wo die Sonderzeichen auf der englischen Tastatur liegen!

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Re: [erledigt] Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von theo »

Falls jemand OpenSUSE Slowroll von USB Stick / DVD installieren möchte, kann man das hier herunterladen (4.3GB): https://download.opensuse.org/slowroll/ ... -Media.iso
https://download.opensuse.org/slowroll/ ... iso.sha256
Ich sag's nur weil es vielleicht etwas schwierig zu finden ist.

Mathias
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Re: [erledigt] Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von Mathias »

Das jeder sin spezifisches Linux hat ist gut und recht. Aber eines darf man nicht vergessen, wen man seine fertigen Programme weiter geben will, ist ein gemeinsamen Nenner besser. Wen das ganze mit Mint oder Ubuntu LTS läuft, dann läuft es meistens auch mit neuern Distros.
Viele die einfach mal ein Linux habe, verwenden meisten Mint oder Ubuntu.
Mit Lazarus sehe ich grün
Mit Java und C/C++ sehe ich rot

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Re: [erledigt] Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von theo »

Mathias hat geschrieben: So 22. Feb 2026, 08:48 Das jeder sin spezifisches Linux hat ist gut und recht. Aber eines darf man nicht vergessen, wen man seine fertigen Programme weiter geben will, ist ein gemeinsamen Nenner besser. Wen das ganze mit Mint oder Ubuntu LTS läuft, dann läuft es meistens auch mit neuern Distros.
Viele die einfach mal ein Linux habe, verwenden meisten Mint oder Ubuntu.
Seltsames und mMn falsches Argument.
Auf OpenSUSE läuft alles, was Lazarus betrifft. Seit Jahrzehnten.

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Re: [erledigt] Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von af0815 »

Die Argumente bisher wegen Weitergabe fehlt ein paar wichtige Argumente.

Erstens, es ist bekannt wenn eine Distro eine neue libc hat, das es Probleme auf alten Distros gibt.
Um eine Software sauber weiter zu geben, sollte die Paket Verwaltung der Distro verwendet werden. Und da gibt (zu) viele Varianten.
Und nur weil es wem läuft, heißt das noch lange nicht, das es bei wem anderen auch läuft.
Und wenn sie laufen sollte, dann ist immer die Frage, ob die Software nicht gegen Companyrulez verstösst.

Das ist meine Erfahrung aus der oftmaligen Ausrollung von Software in inhomogenen Betriebs Umgebungen.

Was oft nicht bewusst ist, man sollte die Software auf der ältesten zu erwarteten Linux Plattform erstellen, nur so ist sichergestellt dass es auf allen neueren Plattformen auch geht. Der FPC braucht nichts aus neueren libc's , aber die libc Hölle macht ein kompilat von einer der neuesten Linux Version nicht lauffähig auf älteren Plattformen. Oder ist das schon gelöst. Weil das ist ein großer Minuspunkt von Linux, die Diversität.

Wenns am Debian stable läuft, läuft es auf allen deb basierenden Distros, meine leidvolle Erkenntnis.
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Re: [erledigt] Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von theo »

af0815 hat geschrieben: So 22. Feb 2026, 09:43 Wenns am Debian stable läuft, läuft es auf allen deb basierenden Distros, meine leidvolle Erkenntnis.
Ich glaube nicht, dass das viel mit der Distro-Familie zu tun hat, eher mit der Aktualität der Libs.
Habe eben ein GUI-Testprogramm auf OpenSuse kompiliert und die "Exe" auf Kubuntu ausgeführt.
Kein Problem.
Ich halte das nicht für ein Entscheidungskriterium pro-/contra einer Linux Distribution.
Abgesehen davon, wenn man ernsthaft Executables in die Welt verteilen will, muss man eh Packages pro Distro bzw. Paketmanager etc. bereitstellen.

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Re: [erledigt] Welches Linux soll ich nehmen?

Beitrag von af0815 »

Es hat damit zu tun, wie du sagst mit den Libs. Debian stable ist da halt "gut abgelegen".

Es hat schon mit der Linux Variante zu tun, man muss wissen, was man tun will.

Für das Hobby ist es egal, da soll man nehmen was Spaß macht.
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