Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Für alles, was in den übrigen Lazarusthemen keinen Platz, aber mit Lazarus zutun hat.
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Mathias
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von Mathias »

da ich mich zwischendurch auch mit Arduino befasse, muss ich zwangsläufig auch mit C Arbeiten.

Das geht mir leider auch so.

Z.B. die Tatsache das man Variablen überall im Code Definieren kann oder die Groß Kleinschreibung stört mich am meisten. Habe ich es jetzt Groß geschrieben oder klein? Ich finde das soll ein und abschaltbar sein.
Das finde ich nicht mal so schlecht, ich finde in Pascal viel schlimmer, wen zB. Wert, wert oder WERT steht.

Ich finde einfach Pascal bzw. Object Pascal ist deutlich Logischer und übersichtlicher aufgebaut.

Da muss ich dir voll zu stimmen. Mit dem chaotischen deklarieren mit den *.h, von dem spreche ich da noch nicht, da ist das mit interface und implementation viel besser gelöst.

Code: Alles auswählen

long i; //
i = 60 * 10000;

Ich hatte da mal eine gazen Abend geübt, weil C++ nicht fähig war 60 * 10000 auszurechen. Man muss da 60L * 10000L angeben. :evil:
Mit Lazarus sehe ich gün
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pluto
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von pluto »

Das finde ich nicht mal so schlecht, ich finde in Pascal viel schlimmer, wen zB. Wert, wert oder WERT steht.

Nun, so gesehen stimmt das. Aber ich hasse es immer, so genau drauf zu achten bei C z.b. digitalWrite.

Ich hatte da mal eine gazen Abend geübt, weil C++ nicht fähig war 60 * 10000 auszurechen. Man muss da 60L * 10000L angeben.

Gut zu wissen. ich denke es gibt viele Eigenarten in C bzw C++. Bestimmt mehr als in Pascal.

Ich finde es schaden, dass Pascal nicht mehr Aufmerksam erhält. Immer nur C basierte Sprachen, was ja die meisten sind, gelingt der "Aufstieg".

Ich denke aber, Pascal wird nicht sterben. Es wird immer Leute wie wir geben, die es verwenden. Auch wenn der Anteil immer weniger werden sollte oder wird.

Ich mache ein Großteil auch mit Lazarus. Wobei mir ist aufgefallen, dass der Editor immer langsamer wird. ich schreibe recht schnell.
Aber das ich so schnell schreiben, dass SynEdit damit Probleme hat, kann ich mir nicht vorstellen. Habe schon alles deaktiviert was möglich ist.
Das ist jedoch ein anderes Thema.

Wenn ihr von Pascal redet, meint ihr nicht eher Object Pascal?
So wie bei C und C++?

Man müsste Firmen von FPC/Lazarus überzeugen.
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Mathias
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von Mathias »

Nun, so gesehen stimmt das. Aber ich hasse es immer, so genau drauf zu achten bei C z.b. digitalWrite.

Das stimme dies ist recht Mühsam, vor allem wen man mit der Arduino-IDE programmiert, die kennt kein [Ctrl+Space].

Ich denke aber, Pascal wird nicht sterben. Es wird immer Leute wie wir geben, die es verwenden. Auch wenn der Anteil immer weniger werden sollte oder wird.
Dies denke ich auch, solange an FPC und Lazarus weiter entwickelt wird. Als ich das erste mal von Free-Pascal hörte, dacht ich mir, dies wird nicht lange leben, so wie GNU-Pascal.

Ich mache ein Großteil auch mit Lazarus. Wobei mir ist aufgefallen, dass der Editor immer langsamer wird. ich schreibe recht schnell.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Oder ist etwa dein PC zu gemühlt ?
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Warf
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von Warf »

pluto hat geschrieben:da ich mich zwischendurch auch mit Arduino befasse, muss ich zwangsläufig auch mit C Arbeiten.

Fürs Studium darf ich ein Betriebsystem auf einem Atmel AVR Mikrokontroller in C bauen, keine andere Sprache stört mich so wie C. Extrem einfache Programme werden unfassbar kompliziert mit den ganzen Defines und Preprozessor Statements (statt konstanten oder inline funktionen). Die Reihenfolge der Includes in Datei A entscheidet ob Datei B Kompiliert obwohl Datei B nur indirekt auf A referenziert, die Underscore notation ist kompletter Müll, und ich könnte mich noch ewig weiter darüber auslassen. Allerdings für manche Dinge kommt man um C schlicht weg nicht herum.

pluto hat geschrieben:Die Unterschiede sind einfach enorm. Pascal finde ich immer als Saubere und einfache Programmier Sprache. Ich kann zwar auch für C Code schreiben, der Sauber geschrieben ist, aber es verleitet einfach dazu, mal eben was auszuprobieren was dann nicht so Sauber ist.

Z.B. die Tatsache das man Variablen überall im Code Definieren kann oder die Groß Kleinschreibung stört mich am meisten. Habe ich es jetzt Groß geschrieben oder klein? Ich finde das soll ein und abschaltbar sein.

Davon kann man halten was man will. Manche haben es lieber strukturiert und übersichtlich, andere verwenden lieber nur die hälfte an Zeilen. Es ist schon ganz lustig wenn man mal eben statt in Pascal 10 Zeilen und 2 oder so braucht.

pluto hat geschrieben:Oder das mit den Vergleichsoperator oder Zuweisungsoperator. Damit sind sogar die ESA Programmierer angeblich durcheinander gekommen.
Das beste ist aber, dass der C Compiler keine Fehlermeldung wirft, weil in einem Vergleich kann man Variablen auch ein Wert zuweisen.

Das liegt nun daran dass C keinen Boolean Typen kennt. Zum einen kann man damit extrem viel code Sparen, zum anderen ist es natürlich wieder ein Fehler herd. Ich finde das Schlimmste ist das = der Zuweisungsoperator und == der Vergleichsoperator ist. Andersrum (oder := wie in Pascal) wäre es deutlich einfacher, denn ein = statt einem == passiert einfacher als anders rum, aber ein vergleich statt einer Zuweisung erkennt in den meisten Fällen sogar der Compiler.

pluto hat geschrieben:Die meisten "neueren" Sprachen verzichten ja ganz auf Datentypen. Was ist nun E? Ist ein Integer? Ein String? ein Object?

Nein tuen sie nicht, sie haben immer noch die selben Datentypen wie C oder Pascal, nur werden diese Impliziet vom Compiler erkannt. Manche Sprachen wie Python sind sogar Typ streng. Zwar kann/muss man den Typen nicht angeben, aber einmal festgelegt kann man ihn nicht so einfach hin und her wechseln. In Javascript z.B. gibt es impliziete Typcasts. Z.B. Ein Edit feld in dem eine 1 steht enthält den Wert als String. Möchte man diesen nun als Integer haben kann man einfach mit 1 multiplizieren. Javascript erkennt dass es dann ein Integer ist und convertet dann.
Wer effektiv mit diesen Sprachen Programmieren will muss sich dennoch mit Typen auskennen. Letzendlich ist es nichts anderes als in C oder Pascal, man muss nur mehr tippen.

pluto hat geschrieben:Ich finde es schaden, dass Pascal nicht mehr Aufmerksam erhält. Immer nur C basierte Sprachen, was ja die meisten sind, gelingt der "Aufstieg".


Das liegt aber denke ich mal nicht an der C Syntax, sondern einfach daran dass diese Sprachen etwas richtig machen. Z.B. C# welches ein Riesiges Framework bietet und noch dazu idiotensicher ist, oder Java welches einfach Cross Plattform zum ersten mal Konsequent implementiert hat.

pluto hat geschrieben:Ich mache ein Großteil auch mit Lazarus. Wobei mir ist aufgefallen, dass der Editor immer langsamer wird. ich schreibe recht schnell.
Aber das ich so schnell schreiben, dass SynEdit damit Probleme hat, kann ich mir nicht vorstellen. Habe schon alles deaktiviert was möglich ist.
Das ist jedoch ein anderes Thema.

Langsamer prozessor?

pluto hat geschrieben:Wenn ihr von Pascal redet, meint ihr nicht eher Object Pascal?
So wie bei C und C++?

Naja der Unteschied zwischen Object Pascal und Pascal zu C und C++ ist, dass C und C++ Unterschiedliche Sprachen sind die beide viel und unterschiedlich eingesetzt werden. Bei Pascal ist es so dass eigentlich ausschließlich Object Pascal verwendet wird. Heutzutage wird das alte Pascal höchstens noch zu lehrzwecken verwendet, praktisch findet es kaum Anwendung. Zumal es auch keinen wirklichen Vorteil gibt Pascal statt Object Pascal zu verwenden. C ist wenigstens deutlich schmaler und schneller als C++.

pluto hat geschrieben:Man müsste Firmen von FPC/Lazarus überzeugen.

Wie in meinem Ersten Post in diesem Thread bereits erwähnt ist mMn das Problem das Pascal nicht grade sehr Lukrativ ist, da die Native Cross Plattform Framework Nische nicht grade wichtig ist. Wer schnell Software implementieren will nutzt eher Javascript und HTML oder C# oder Java. Wer Performance Braucht nutzt eher C. Wer native Bibliotheken und Features braucht nutzt C++. Pascal hält sich irgendwo in der Schnittmenge davon auf, ist aber nichts davon wirklich, sondern von allem ein bisschen.

pluto
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von pluto »

Das kann ich nicht nachvollziehen. Oder ist etwa dein PC zu gemühlt ?

Das glaube ich eher nicht, mein Projekt ist vielleicht zu umfangreich geworden oder so oder es wurden immer mehr Funktionen in die Code-Tools eingebaut, die dazu führen, dass es jetzt auffällt.

Die Reihenfolge der Includes in Datei A entscheidet ob Datei B Kompiliert obwohl Datei B nur indirekt auf A referenziert, die Underscore notation ist kompletter Müll, u

Habe ich auch letzten Gemerkt.

Das liegt nun daran dass C keinen Boolean Typen kennt. Zum einen kann man damit extrem viel code Sparen, zum anderen ist es natürlich wieder ein Fehler herd.

Ich bin der Meinung, in der voreinstellung sollt der Kompiliere davor warnen.

Nein tuen sie nicht, sie haben immer noch die selben Datentypen wie C oder Pascal, nur werden diese Impliziet vom Compiler erkannt. Manche Sprachen wie Python sind sogar Typ streng.

Gerade bei Python habe ich es gemerkt, dass man in einem Vergleich scheinbar immer Umwandeln muss z.b. kann man nicht einfach sagen var1 = 0.1

Zwar kann/muss man den Typen nicht angeben, aber einmal festgelegt kann man ihn nicht so einfach hin und her wechseln.

Stimmt natürlich, gerade bei JavaScript, aber die meisten Code's, die ich gesehen habe bisher, verwenden einfach keine Datentypen.

. In Javascript z.B. gibt es impliziete Typcasts. Z.B. Ein Edit feld in dem eine 1 steht enthält den Wert als String.

Was genau ist eigentlich ein "impliziete Typcasts"?
(ich werde danach noch mal googlen).
Toll, dabei könnte es genauso gut ein Integer oder ein Byte sein...

öchte man diesen nun als Integer haben kann man einfach mit 1 multiplizieren. Javascript erkennt dass es dann ein Integer ist und convertet dann.

Praktisch. Was bei Python scheinbar nicht der Fall ist.

Wer effektiv mit diesen Sprachen Programmieren will muss sich dennoch mit Typen auskennen. Letzendlich ist es nichts anderes als in C oder Pascal, man muss nur mehr tippen.

Die Datentypen kennen sollte man ja, aber man definiert sie nicht immer.

Das liegt aber denke ich mal nicht an der C Syntax, sondern einfach daran dass diese Sprachen etwas richtig machen. Z.B. C# welches ein Riesiges Framework bietet und noch dazu idiotensicher ist, oder Java welches einfach Cross Plattform zum ersten mal Konsequent implementiert hat.

Stimmt. Aber für FPC kann man auch ein Script anbieten/schreiben, welches es für jede Plattform kompiliert. Ist zwar nicht das selbe, aber vielleicht vergleichbar?
(Es ist aufjedenfall mehr Aufwand)

Langsamer prozessor?

Ich habe 4 Kerne und 8 GB Hauptspeicher.
Laut cpuinfo: AMD A6-3650 APU with Radeon(tm) HD Graphics
Normalerweise laufen die mit 800 mhz, zwischendurch auch mal höher.
MFG
Michael Springwald

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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von Warf »

pluto hat geschrieben:Was genau ist eigentlich ein "impliziete Typcasts"?
(ich werde danach noch mal googlen).
Toll, dabei könnte es genauso gut ein Integer oder ein Byte sein...


Impliziete Typecasts sind Umwandlung von Typen ohne dass man es angeben muss. In Pascal wäre das z.B. von Integer in Double. Wenn man z.B. etwas hätte wie

Code: Alles auswählen

var i: Integer;
  d: Double;
begin
  i := 1;
  d := i * 2.3;

So wird i automatisch in Double umgewandelt ohne dass man sich darum selbst kümmern muss. Bei Pascal gehen die implizieten Typecasts nur so dass keine Information verloren geht. Bei z.B. Double nach Integer meckert der Compiler, bei Integer nach Byte gibt es eine Warning.
In Javascript ist jede Typconvertierung impliziet. Expliziet wäre z.B. mit Funkitonen wie IntToStr, aber auch Typcasts, welche in Nativen Sprachen wie Pascal allerdings wieder mal eine andere Rolle spielen als z.B. in Java.

Wie groß der Typ ist den Javascript intern Verwendet ist für den Entwickler nicht einsehbar, also ob es Byte, Word, Integer, etc. ist. Nur für Arrays lässt sich das fest definieren (denn da machen paar Byte mehr pro Eintrag ne ganze Menge aus). Aber da muss man auch sehen, bei einem Programm welches einen Interpreter (Browser) welcher ein paar hundert mb ram benötig um zu laufen ist es relativ irrelevant ob man nun für seine Variable den Typen Integer oder Byte nimmt um ein paar Byte zu sparen.

pluto hat geschrieben:Die Datentypen kennen sollte man ja, aber man definiert sie nicht immer.

Ja das sehe ich auch öfters in diversen Foren immer als Problemursache, dass Leute versuchen z.B. Strings als Funktionszeiger zu verwenden. Das Problem ist, solche Sprachen erwecken den Anschein als müsste man sich nicht so viel über die Typen merken, doch eigentlich ist der Lernaufwand der selbe. Man spart sich nur die Tipparbeit, aber ich denke grade als Anfänger wäre es besser die Typen immer nochmal aufzuschreiben. Dann muss man sich mehr Gedanken darum machen warum man welchen Typen verwendet.

pluto hat geschrieben:Stimmt. Aber für FPC kann man auch ein Script anbieten/schreiben, welches es für jede Plattform kompiliert. Ist zwar nicht das selbe, aber vielleicht vergleichbar?
(Es ist aufjedenfall mehr Aufwand)

Java macht einem das Cross plattform schreiben schon etwas einfacher, aber der wichtige Punkt ist das Java als erste Programmiersprache überhaupt diesen Cross Plattform gedanken konsquent implementiert hat. Hätte es damals FreePascal und Lazarus in der Form gegeben wie wir es Heute kennen (natürlich entsprechend der Technischen gegebenheiten). Dann wäre Java eventuell nie so groß geworden. In einigen dingen (vor allem der GUI Entwicklung) ist Lazarus sogar deutlich besser als Java.

pluto hat geschrieben:Ich habe 4 Kerne und 8 GB Hauptspeicher.
Laut cpuinfo: AMD A6-3650 APU with Radeon(tm) HD Graphics
Normalerweise laufen die mit 800 mhz, zwischendurch auch mal höher.

800 Mhz sind zwar nicht die Welt, sollte allerdings als Quad Core normalerweise reichen, bei mir läuft Lazarus sogar auf einer VM mit nur einem Core flüssig. Eventuell Problem mit dem Betriebsystem bzw unter Linux mit dem Desktop Manager? Auf meiner OpenSuse sorgt Cinnamon ab und an dafür das Lazarus langsam wird, und manchmal der Komplette Editor nicht neu zeichnet.[/quote]

pluto
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von pluto »

Impliziete Typecasts sind Umwandlung von Typen ohne dass man es angeben muss. In Pascal wäre das z.B. von Integer in Double. Wenn man z.B. etwas hätte wie

Danke für die Tolle Beschreibung. Ist mir bisher noch nie aufgefallen, da ich in der regel immer richtig umwandeln von A nach B oder von B nach A.

Das Problem ist, solche Sprachen erwecken den Anschein als müsste man sich nicht so viel über die Typen merken, doch eigentlich ist der Lernaufwand der selbe.

Ja... genau das ist der Hintergrund bei sowas. man verliert auch schnell die Übersicht. Man weiß gar nicht mehr genau, was war noch die Variable E?

Hätte es damals FreePascal und Lazarus in der Form gegeben wie wir es Heute kennen (natürlich entsprechend der Technischen gegebenheiten). Dann wäre Java eventuell nie so groß geworden. In einigen dingen (vor allem der GUI Entwicklung) ist Lazarus sogar deutlich besser als Java.

Ich denke nicht... Das Cross Compilierung habe ich bisher nicht hinbekommen. Weil es mir einfach zu Aufwendig ist. Wenn das leichter wäre und man nur ein Parameter setzten muss, dann würde ich dir zustimmen, aber du musst ja erst mal die FPCSRC anpassen für die jeweilige Plattform und dann auch noch Lazarus neu Kompilieren.
Einige Leute meinen sogar das FPC ein Target für Anrdoid hat, aber ich habe mir mal die Anleitung angesehen... viel zu Aufwendig. Wie soll das ein Anfänger umsetzten?
Hier punktet einfach Java in seiner Einfachheit(Auch wenn ich noch nie ein Code in Java Geschrieben habe)

800 Mhz sind zwar nicht die Welt, sollte allerdings als Quad Core normalerweise reichen, bei mir läuft Lazarus sogar auf einer VM mit nur einem Core flüssig. Eventuell Problem mit dem Betriebsystem bzw unter Linux mit dem Desktop Manager? Auf meiner OpenSuse sorgt Cinnamon ab und an dafür das Lazarus langsam wird, und manchmal der Komplette Editor nicht neu zeichnet.

800 MHz sind die Standard Wert z.b. jetzt beim schreiben. Er kann auch höher gehen. Das passt sich automatisch an. ich glaube bis 2,4 ghz(Wegen den "Datentypen) oder so...
Ich verwende zur Zeit Linux mint 17.3 mein Laptop hat schon 18.0. OpenGL läuft normal bei mir. Ich habe alle Effekte und Animationen abgeschaltet. Verwende sogar jetzt ein XFCE4 statt KDE. Aber auch der From Desiner ist Langsam sagen wir träge.
MFG
Michael Springwald

Warf
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von Warf »

pluto hat geschrieben:Ich denke nicht... Das Cross Compilierung habe ich bisher nicht hinbekommen. Weil es mir einfach zu Aufwendig ist. Wenn das leichter wäre und man nur ein Parameter setzten muss, dann würde ich dir zustimmen, aber du musst ja erst mal die FPCSRC anpassen für die jeweilige Plattform und dann auch noch Lazarus neu Kompilieren.
Einige Leute meinen sogar das FPC ein Target für Anrdoid hat, aber ich habe mir mal die Anleitung angesehen... viel zu Aufwendig. Wie soll das ein Anfänger umsetzten?
Hier punktet einfach Java in seiner Einfachheit(Auch wenn ich noch nie ein Code in Java Geschrieben habe)


Das Cross Compilen an sich ist echt kein Problem zumindest seitens FPC, aber ich gebe zu lazarus zickt da gerne mal rum. Ich habe es grade mal auf der VM ausprobiert, den FPC Crosscompiler für windows zu kompilieren und ein kleines Komandozeilenprogramm für windows zu kompilieren hat nur ein paar Minuten gedauert, aber lazarus will grade nicht wirklich funktionieren

Michl
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Registriert: Di 19. Jun 2012, 12:54

Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von Michl »

pluto hat geschrieben:Ich denke nicht... Das Cross Compilierung habe ich bisher nicht hinbekommen. Weil es mir einfach zu Aufwendig ist. Wenn das leichter wäre und man nur ein Parameter setzten muss, dann würde ich dir zustimmen, aber du musst ja erst mal die FPCSRC anpassen für die jeweilige Plattform und dann auch noch Lazarus neu Kompilieren.
Da hat sich in letzter Zeit richtig was getan. Es ist zwar kein Tool von Lazarus direkt und hat noch ein paar Kinderkrankheiten, aber alle möglichen Lazarusversionen (mit Crosscompiler) zu installieren, war glaube ich nie einfacher: https://github.com/newpascal/fpcupdeluxe/releases/tag/v1.0.2

Code: Alles auswählen

type
  TLiveSelection = (lsMoney, lsChilds, lsTime);
  TLive = Array[0..1] of TLiveSelection; 

fpGUIcoder
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von fpGUIcoder »

Tot gesagte leben länger. Bei DOS genau so gewesen. Auch DOS wird heute noch verwendet. Siehe Freedos, alte DOS Spiele, .... . Klar verwendet die Industrie eher C/C++ aber das war von Anfang an so. Schon zu Turbo Pascal Zeiten galt Pascal für die ernsthafte Programmerung für weniger geeignet als andere Sprachen. Unabhängig davon, was diese Sprache seit Turbo Pascal dazugerlernt hat.

mischi
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von mischi »

Auch wenn Pascal im Vergleich zu C wie ein Nischenprodukt aussieht, ist es doch so, dass die Nische so groß ist, dass es zum Beispiel hier ein Forum in Deutsch gibt. Fortran hat zum Beispiel mit High-Performance-Computing eine erheblich kleinere Nische und lebt dennoch. Im Vergleich zum direkten Konkurrenten (gnu-pascal) kommt FreePascal erheblich besser weg und es hat nach wie vor eine aktive Entwicklergemeinde, bei der ab und zu sogar jemand dazu kommt.

Gerade im Hinblick auf langfristige Unterstützung hat FreePascal eine erfreulich Geschichte. Mit 3.0.0 kam ISO-Pascal dazu. Das ist zwar eher nur für uralt Programme aus den 70er und 80er Jahren, aber wer es in seiner Nische braucht, freut sich. Die Unterstützung von TurboPascal oder auch MacPascal ist vermutlich für noch mehr Leute interessant. Natürlich weiss keiner nix genaues, aber wenn mein Programm in zig Jahren noch auf einer Plattform laufen soll, die es jetzt noch gar nicht gibt, dürfte FreePascal keine schlechte Wahl sein.

MiSchi.
MiSchi macht die fink-Pakete

pluto
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von pluto »

aber wenn mein Programm in zig Jahren noch auf einer Plattform laufen soll, die es jetzt noch gar nicht gibt, dürfte FreePascal keine schlechte Wahl sein.

Ich denke auch viele Sprachen werden Entwickeln und vorgestellt als DIE Sprache und dann verschwinden sie einfach so. Ich denke früher oder später wird sich das Blatt wenden.

Die Sprachen die jetzt IN sind, fallen zurück....
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von NoCee »

Ich komme aus der Steuerungstechnik (SPS usw.) und da begegnet mir relativ oft Pascal.
Zwar weit weg von FPC aber immerhin. Z.B. hat ein großer deutscher SPS-Hersteller in seinem
Programmierwerkzeug eine an Pascal angelehnte Hochsprache integriert die dann in einer IEC Norm oder so
aufgenommen wurde. Ebenso hab ich mehrere Visualisierungssoftwareentwicklungstools gesehen, die ebenfalls
eine pascalorientierte Hochsprache eingebaut haben.
Dann hab ich bei uns schon Meßcontroller gesehen die mit einer pascalorientierten Scriptsprache
programmiert werden.

Andere SPS-Hersteller setzen da z.B. Codesys ein. Die unterstützen dann Pascal (weil IEC Konform) und C.
Aber bei unseren zugekauften Produktionsmaschinen haben bisher alle Programmierer in der SPS der
Maschinen wenn Hochsprache dann Pascal eingesetzt und nicht C.

Auf der EDV-Seite gibt's bei uns scheinbar nur C. Zumindest mit dem ich Kontakt habe.
Steuerung eines automatischen Hochregallagers ist auf der Rechnerseite nur C zu finden.
Ist aber vermutlich Vorgabe unserer Firma. Im Maschinenpark bei der SPS darf der Hersteller sich austoben.
Und hier ist ohne Vorgaben für die SPS dann (bei uns) Pascal zu finden.

NoCee

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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von Mathias »

Ich denke auch viele Sprachen werden Entwickeln und vorgestellt als DIE Sprache und dann verschwinden sie einfach so. Ich denke früher oder später wird sich das Blatt wenden.

Die Sprachen die jetzt IN sind, fallen zurück....

Wen man bedenkt, Pascal ist schon uralt und es gibt es immer noch, somit kann es gar nicht so schlecht sein. :wink:

Java und NET hat sich leider durchsetzen mögen, obwohl dies Schrott ist.
Wie sieht es eigentlich mit BASIC aus, so wie es aussieht, ist dies fast komplett von der Bildfläche verschwunden.
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mschnell
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Re: Haltet ihr Pascal für eine sterbende Sprache?

Beitrag von mschnell »

Mathias hat geschrieben:Java und NET hat sich leider durchsetzen mögen, obwohl dies Schrott ist.

Das ist aber sehr verkürzt gesehen ! :D :) :( :o :shock:
Java ist eine Sprache, ".NET" ist ein Konzept von Microsoft, das alles mögliche umfasst. Kann man also kaum in einen Topf werfen-

Vermutlich meinst Du entweder "Java und C#" oder "JVM und CIL" ("Java Virtual Machine", lässt Java Byte Code oder (Dalvic) Word Code laufen, "Common Intermediate Language" (-Framework) für entsprechenden Zwischen-Code).

Java und C# lassen sich auch zu native Code übersetzen (Wobei C# diverse Konzepte aus Delphi beinhaltet, weil es ja vom ursprünglichen Delphi-Entwickler konzipiert wurde).

Sowohl für JVM als auch für CIL gibt es Compiler für diverse Sprachen (unter anderem auch Pascal: FPC für JVM und Oxygene für CIL).

Der Sinn der Frameworks (JVM und CIL) ist es, vor-übersetzte Applikationen (die dann mit "annähernd" native-Code Geschwindigkeit laufen <allerdings sehr viel länger zum Starten brauchen> ) Architektur- (und theoretisch OS-) Unabhängig distriburieren zu können (z.B. wegen standardisierten Libraries). Das ist schon durchaus sinnvoll.

Richtig sinnvoll wird es, wenn Applikationen oder Teile einer Applikation im Browser laufen können… Microsoft ist mit Silverlight daran zwar gescheitert (wie gut es der Linux-Variante "Moonlight" geht, weiß ich nicht), aber nun gibt es mit "Web Assembler" ein standardisiertes JVM-ähnliches Konzept, das in alle Browser integriert werden wird (von Firefox für Q1 2017 versprochen). Bin sehr gespannt, wann der FPC-Compiler für Web Assembler rauskommt !!!

Ob und in wie weit JAVA, C#, JVM und/oder CIL-Framework "Schrott ist" darüber scheiden sich also die Geister.

-Michael

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