Welches Programm fehlt uns noch?

Für sonstige Unterhaltungen, welche nicht direkt mit Lazarus zu tun haben
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Niesi
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Re: Welches Programm fehlt uns noch?

Beitrag von Niesi »

TSchnuckenbock hat geschrieben: Di 4. Aug 2026, 12:16 Ich hab' seit Jahren noch ein paar Projekt-Ideen in der Schublade.

Bedenke ich aber die aktuellen Fortschritte im Bereich KI, dann befürchte ich, daß ich mir einige dieser eventuell angedachten Programmier-Projekte sparen kann. Über's Internet und KI-Technologie wird man zukünftig viele Dinge erledigen können. Die Frage ist, wie einfach wird der Zugang für Otto-Normal-Verbraucher sein. Aber die jungen Leute wachsen mit Internet und KI auf, für die ist das jetzt schon oftmals Alltag.

Ich hatte vor 15-20 Jahren im Bereich Musik-Software noch viele Ideen in der Schublade. Dazu gekommen, diese umzusetzen, bin ich nie. Heute gibt es in diesem Bereich so ziemlich alles was das Herz begehrt und täglich kommt neue Software hinzu.
Nun ja, es gibt eben schon sehr viele Lösungen. Und ja, es kommen täglich welche dazu - gute und schlechte.

Das mit der KI sehe ich noch nicht so. Nur mal so: Mein Sohn studiert gerade Informatik, schreibt seine Bachelorarbeit. Er beschäftigt sich relativ intensiv mit KI, ich, wenn ich denn Zeit finde, so halbintensiv. Wir haben beide lokale Modelle laufen, nutzen auch die freien Modelle und mein Sohn hat einige Abos ausprobiert. Es ist noch nicht so weit - KI ist derzeit noch strunzdumm und bringt permanent Unfälle auf unsere Rechner. Das merkt natürlich nur, wer prüft - was ich immer mache. Es ist wirklich erschreckend ...

BTW: WENN die KI auch nur halb so gut wäre, wie die Firmen uns weismachen wollen und der Großteil der Dummen hofft, dann wären schon jetzt für alle Probleme Softwarelösungen vorhanden. Ich sehe aber nur, dass Windows immer schlechter wird und noch kein einziges Stück Software von KI den Markt aufgerollt hat.

Die Arbeit der Softwareentwickler wird sich ändern, ganz klar. Aber sie werden auf keinen Fall überflüssig ...
Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn es geteilt wird ...

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kupferstecher
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Re: Welches Programm fehlt uns noch?

Beitrag von kupferstecher »

Ein paar Ideen/Vorschläge hab ich auch:

Für Lazarus selber:
1. Einen Farbdialog für die IDE, den man im Menü Werkzeuge aufmachen kann, über den man Farben definieren und zwischen verschiedenen Formaten umwandeln kann, bspw. mit Webcodierung, RGB usw. Die ausgewählte Farbe soll dort natürlich auch angezeigt werden und mit dem systemeigenen Farbdialog auch ausgewählt werden können. Das meißte bietet ja schon der Farbdialog im Objetinspektor, den gibt es aber eben nicht bei laufzeiterzeugten Komponenten. Die Funktionalität selber ist sehr einfach zu implementieren, das aufwendige ist wohl eher die IDE-Integration.

2. Einen virtueller Call-Trace ebenfalls für die IDE. D.h. für eine beliebige Stelle im Programm soll durch Code-Analyse der Projekt-Code durchlaufen werden und alle Proceduren angezeigt, die nacheinander aufgerufen werden würden, um an die ausgewählte Stelle im Programm zu kommen. Natürlich kann es auch mehrere Ursprünge geben, d.h. eine Funktion von verschiedenen anderen Stellen aus aufgerufen werden, diese werden dann bis zu einer gewissen Anzahl parallel angezeigt. Der virtuelle Call-Trace ist sicher nur für Prozeduren interessant, die nicht über zu viele Wege erreichbar sind. Es brauchen auch nur die Dateien berücksichtigt werden, die im Projekt registriert sind, keine LCL-Bibliotheken und Packages. Am besten sollte das Programm in Lazarus integriert sein und bei einer bestimmten Tastenkombination aufpoppen mit dem virtuellen Call-Trace für die aktuelle Stelle im Code.

--
Programme für die Allgemeinheit:
3. Ein gutes und zugleich einfaches Zeichenprogramm. Ich stell mir eine Kombination von verscheidenen Zeichenmethoden über Layer vor. Z.B. soll man Paint-Layer einfügen können, mit ähnlicher Funktionalität wie MS-Paint. Einen Objekt-Modus (und zugehörige Layer) mit ähnlicher Funktionalität wie es die Office-Suiten bieten, d.h. wo man Formen und Elemente einfügen kann und einzeln auswählen/verschieben usw.
Einen CAD-Modus, der mit Längenmaßen arbeitet. Die Layer sollen interagieren können, d.h. man soll auch im Paint-Modus z.B. Flächen von Elementen in anderen Modus-Layern einfärben können. Man soll auch in den anderen Modi vom Objekt-Fang in CAD-Layern profitieren. So ein Programm würde einen leichten Einstieg durch bekannte Funktionalität ermöglichen und durch Kombination auch komplexere Zeichnungen möglich machen. Der Moduswechsel erfolgt über die Tabs des Ribbonmenüs, das Programm würde im Paint-Tab starten.

4. Einen Audioplayer ähnlich Winamp, der auch Lyriks unterstützt, der Streamen kann und natürlich auch unter Linux läuft.

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Bei 3 und 4, wenn es wirklich gut gemacht ist, sehe ich die Chance auf eine größere Verbreitung. Sind aber auch keine kleinen Projekte.

sh17
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Re: Welches Programm fehlt uns noch?

Beitrag von sh17 »

hum4n0id3 hat geschrieben: Di 4. Aug 2026, 00:16 So geil ist das gar nicht. Meistens sind die Projekte aus gutem Grund tot... Wenn der original Maintainer überhaupt noch reagiert, kann es passieren das Entwicklungen lediglich in Debatten weiter veröden. Anzahl an Issues und Pull Requests ist eine gute Grundlage um zu sehen ob sich die Arbeit überhaupt lohnt.
In vielen Fällen sind die Maintainer einfach verstorben oder erkrankt. Es liegt nicht immer am Projekt. Und dank KI kann man sich da einen guten Überblick verschaffen.

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corpsman
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Re: Welches Programm fehlt uns noch?

Beitrag von corpsman »

corpsman hat geschrieben: So 2. Aug 2026, 16:35
Rheinländer hat geschrieben: Fr 31. Jul 2026, 16:37 Konsolenprogramm zur Code-Coverage-Analyse für FreePascal und Lazarus

Dieses Konsolenprogramm dient der Code-Coverage-Analyse von Anwendungen, die mit FreePascal bzw. Lazarus entwickelt wurden. Es ermittelt, welche Teile des Quellcodes während der Ausführung von Tests oder Programmläufen tatsächlich ausgeführt wurden und welche Codebereiche ungetestet bleiben.

Die Analyse der Codeabdeckung ist ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung. Sie hilft dabei,
  • ungetestete Programmteile zu identifizieren,
  • die Wirksamkeit vorhandener Tests zu bewerten,
  • Lücken in der Testabdeckung gezielt zu schließen und
  • die Zuverlässigkeit sowie Wartbarkeit der Software zu verbessern.
Insbesondere bei größeren Projekten oder Bibliotheken erleichtert eine Code-Coverage-Analyse die kontinuierliche Verbesserung der Testqualität. Entwickler erhalten eine objektive Grundlage, um zu entscheiden, welche Bereiche des Codes zusätzliche Tests benötigen und können dadurch das Risiko von Fehlern im Produktivbetrieb reduzieren.

Das Programm ist als Konsolenanwendung konzipiert und lässt sich dadurch einfach in automatisierte Build- und Continuous-Integration-Prozesse (CI) integrieren. Es eignet sich sowohl für die Entwicklung neuer Anwendungen als auch für die Pflege und Weiterentwicklung bestehender FreePascal- und Lazarus-Projekte.
mich hat das getriggert, ich versuch mich da mal dran, da wir aber bald in Urlaub fahren wirds a bissl dauern, bin mal gespannt wie weit ich komme, würde mich dann wieder melden *g*
Kleiner Teaser, mit allem weiteren werde ich dann nach meinem Urlaub nen eigenen Thread aufmachen ;)
code_coverer.png
code_coverer.png (73.79 KiB) 32 mal betrachtet
Die Visualisierung ist in µ-Sekunden (Achsenbeschriftung und einfach alles noch "Prototyp"), aber die Coverage wurde mit 100% gemessen was stimmt, und auch die Visualisierung stimmt nun (wie man sehen kann wurde der Code unter Windows ausgeführt, weil alle Sleeps gleich lang sind, siehe auch diesen research dazu ;) ).

Bis das zuverlässig läuft wird es sicher noch ewig dauern, atm läuft es bei mir intern als "untermodul" des fpc_understand, aber wahrscheinlich macht es Sinn dem ding ein eigenes Repo zu spendieren ..
--
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Re: Welches Programm fehlt uns noch?

Beitrag von hum4n0id3 »

wp_xyz hat geschrieben: Di 4. Aug 2026, 12:39 Zum überwiegenden Teil falsch. Es gibt Unmengen von Schätzen im OPM oder auf CCR, die irgendjemand in der "Vorzeit" geschrieben hat, der sich dann aber anderen Aktivitäten zugewandt hat - sein gutes Recht, vielleicht auch weil das Paket zum damaligen Zeitpunkt "fertig" war.
Ich habe auch gar nichts dagegen. In der Theorie kann das fantastisch klingen.
wp_xyz hat geschrieben: Di 4. Aug 2026, 12:39 Das geht solange gut, bis jemand aus dem FPC- oder Lazarus-Team eine Routine in eine andere Unit oder ein anderes Package schiebt, oder das Betriebssystem, sich entscheidet, künftig auf einem anderen Widgetset aufzubauen (siehe einige Linuxe bei gtk2). Es ist viel zu schade, das alles aufzugeben und darauf zu warten, dass irgendjemand wieder neu anfängt..
Bis eben die Realität mit ihren Hürden einschlägt. Ich verbiete niemanden in sowas einzubringen, mache ich auch zum Teil selbst und finde es zum Teil nervenaufreibend, weil es der eigenen Sicht vielleicht eine Kleinigkeit ist, es aber an irgendwas unerwartetem scheitert. Deswegen wenn ich zum Beispiel eine Software sehe, wo auch 1 Jahr scheinbar nichts mehr gemacht wird, es jedoch offene Pull Requests gibt ohne Reaktion usw. schau ich mir nicht mehr an. Es ist eine Sackgasse.

Deswegen sage ich nur, so geil ist das nicht.

hum4n0id3
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Re: Welches Programm fehlt uns noch?

Beitrag von hum4n0id3 »

sh17 hat geschrieben: Mi 5. Aug 2026, 08:26
hum4n0id3 hat geschrieben: Di 4. Aug 2026, 00:16 So geil ist das gar nicht. Meistens sind die Projekte aus gutem Grund tot... Wenn der original Maintainer überhaupt noch reagiert, kann es passieren das Entwicklungen lediglich in Debatten weiter veröden. Anzahl an Issues und Pull Requests ist eine gute Grundlage um zu sehen ob sich die Arbeit überhaupt lohnt.
In vielen Fällen sind die Maintainer einfach verstorben oder erkrankt. Es liegt nicht immer am Projekt. Und dank KI kann man sich da einen guten Überblick verschaffen.
Das sind sicher Gründe und es in solchen Fällen läuft das darauf hinaus, das du es Forken kannst und selbst weiterentwickeln oder pflegen. Das ist noch am sicher einfachsten.

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